Ausführliche Informationen zur Wasserversorgung Altenstadt

  • Markt Altenstadt

Die Trinkwasserversorgung Altenstadt nutzt als Hauptbrunnen den Brunnen 2 in Altenstadt. Dieser weist seit Anfang des Sommers 2021 regelmäßige Verunreinigungen durch coliforme Keime und teils auch Fäkalkeime (z.B. Enterokokken) auf. Zwar existiert noch ein Ersatzbrunnen in Filzingen. Dieser ist jedoch entnahmemengenbegrenzt und kann nur zeitweise als Ersatzressource herangezogen werden.

Die Ursachen für die Verkeimung von Brunnen 2 sind nach unseren Kenntnissen größtenteils darin zu sehen, dass das Einzugsgebiet des geförderten Wassers nicht ausreichend schützbar ist, da die Deckschichten u.a. nicht mächtig genug sind. Wenngleich in den letzten Jahren gute Trinkwasserbefunde erzielt werden konnten, führten die starken und lang anhaltenden Regenfälle des Jahres 2021 in Kombination mit der unzureichenden Schützbarkeit des Wasserschutzgebietes dazu, dass Oberflächenwasser vermehrt bzw. zu schnell ins Grundwasser versickert. Die Folge sind fäkale Verunreinigungen und temporäre Trübungsanstiege. Die Zuständigkeit für Fragen in Sachen Wasserschutzgebiet liegt beim Fachbereich Wasserrecht am Landratsamt Neu-Ulm bzw. beim Wasserwirtschaftsamt Donauwörth.

 

Die erste Hauptmaßnahme zum Schutz der Bevölkerung besteht in der Chlorung des Trinkwassers und der Anordnung eines Abkochgebotes. Sobald eine ausreichende Chlorung des Trinkwassers etabliert ist, kann die Abkochanordnung aufgehoben werden. Problematisch ist, dass die Chlorung des Trinkwassers in Altenstadt zeitweise nicht den gewünschten Effekt erzielt hat. Dies liegt einerseits daran, dass im Ortsnetz eine starke Chlorzehrung auftritt, sodass derzeit noch nicht an sämtlichen, d.h. auch an weiter entfernten Stellen im Ortsnetz die notwendige Zielkonzentration für freies Chlor erreicht werden kann. Zum anderen führen mögliche Trübungsanstiege im Brunnenwasser dazu, dass die Desinfektionswirkung des zugeführten Chlors zeitweise unterdrückt wird. Sofern die einwandfreie Chlorung des Trinkwassers durch die Gemeinde noch nicht sichergestellt ist, kann die Abkochanordnung nicht aufgehoben werden.

 

Bei einer Besprechung mit der Gemeinde Altenstadt am 12.10.2021 gemeinsam mit den hinzugezogenen Ingenieuren, Vertretern des Fachbereichs Wasserrecht am Landratsamt Neu-Ulm, Vertretern vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und uns wurden folgende Punkte beschlossen:

 

  • Es wurde festgelegt, dass der Brunnen 2 dauerhaft nicht mehr als Haupttrinkwasserbrunnen herangezogen werden kann. Daher werden von der Gemeinde schnellstmöglich Probebohrungen, voraussichtlich im Gebiet Filzingen stattfinden, um einen neuen Brunnenstandort ausfindig machen zu können. Dies alles bis hin zum  Bau und zur Fertigstellung eines neuen Brunnens wird allerdings längere Zeit in Anspruch nehmen.

 

  • Bis zur Fertigstellung des neuen Brunnens muss die Trinkwasserversorgung vorerst durch Brunnen 2 sichergestellt werden. Hier ist vorgesehen, dass die Gemeinde mittelfristig eine UV-Desinfektionsanlage installiert, um eine Desinfektion des Brunnenwassers zu gewährleisten und somit eine Alternative für Chlorung und Abkochen des Trinkwassers zu schaffen. Die UV-Anlage wird nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik mit einer kontinuierlichen Trübungsmessung ausgestattet, um Trübungsanstiege im Brunnenwasser schnellst möglich erkennen zu können und in solchen Fällen kurzfristig auf die Ersatzversorgung des Ersatzbrunnens Filzingen umstellen zu können.

 

  • Bis zur Installation der UV-Anlage muss weiter gechlort bzw. abgekocht werden. Das Abkochgebot kann erst aufgehoben werden, wenn eine hinreichend sichere und effektive Chlorung gewährleistet ist. Um dieses Ziel zu erreichen, wird derzeit neben der bereits etablierten Chloreinimpfstelle in der Brunnenstube von Brunnen 2 eine weitere Chlorungsstelle im Ersatzbrunnen Filzingen eingerichtet, ebenso kontinuierliche Trübungsmessanlagen in beiden Brunnenstuben. Sobald diese Installationen abgeschlossen sind, ist sichergestellt, dass künftige Trübungsanstiege in Brunnen 2 zeitnah erkannt werden, sodass unmittelbar auf den Ersatzbrunnen Filzingen umgestellt werden kann, von wo aus die Chlorung dann fortgeführt wird. Überdies wird die Gemeinde Anfang des kommenden Jahres ggf. bis zu zwei zusätzliche Chlor-Einimpfstellen im Ortsnetz installieren, um im Bedarfsfall trotz Chlorzehrung ausreichend hohe Chlorkonzentrationen beim Verbraucher erzeugen zu können.

 

Alle Beteiligten arbeiten eng miteinander zusammen, um die Problematik in den Griff zu bekommen. Die notwendigen Maßnahmen sind allerdings sehr aufwändig und erfordern daher Zeit.

 

Die Lieferung der UV-Anlage wurde für Anfang Dezember angekündigt und wird nach Lieferung umgehend installiert.

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